Deutschland

Kompetenzzentrum Für Bergbau Und Rohstoffe

Abbildung 1: Produktion heimischer Rohstoffe nach Wert im Jahr 2016 (Quelle: BGR)

Inländische Rohstoffproduktion & Rohstoffimporte

Deutschland ist eine der führenden Industrienationen der Welt und ein großer Rohstoffverbraucher. Die meisten Schüttgüter wie Sand, Kies, Kieselsäure, Bentonit, Ton und Gips werden im Inland hergestellt. Die für die Energieerzeugung erforderlichen Metalle und ausgewählten Industriemineralien sowie Rohstoffe mit Ausnahme von Braunkohle müssen jedoch importiert werden. Insbesondere in Bezug auf Metalle, die für die Herstellung fortschrittlicher Technologien benötigt werden, ist Deutschland in hohem Maße von Importen und einer stabilen und zuverlässigen Versorgung mit Rohstoffen wie Seltenen Erden, Wolfram, Tantal, Indium, Germanium abhängig, die in vielen der heutigen Länder wichtige Bestandteile sind Hightech-Herstellungsverfahren.

China ist ein sehr wichtiger Lieferant von Technologiemetallen nach Deutschland. Erwähnenswert ist jedoch, dass Kanada auch eine breite Palette von Metallen produziert und liefert, die die deutsche Industrie benötigt. Kanada bietet daher ein großes Potenzial zur Erhöhung der langfristigen Ressourcenversorgungssicherheit für das deutsche verarbeitende Gewerbe, indem es Möglichkeiten zur Diversifizierung der Versorgungsquellen seitens der deutschen Industrie bietet. Bisher umfassten die wichtigsten Importe aus Kanada nach Wert Eisenerz, Nickel, Kupfer, Aluminium, Silizium, Kohle, Kobalt, Molybdän, Ferro-Niob. Kanada machte auch mehr als 20% der deutschen Importe von Tellurmetall, Selenmetall, Titanerz und -konzentrat sowie Wolframpulver aus.

The most important raw materials by value produced in Germany are lignite (Braunkohle) with a value of 2,33 billion € in 2016, Potash (Kalisalz) with a value of 1,65 billion €, sand and gravel (Sand und Kies) with a value of 1,58 billion €, and crushed rock (gebrochene Natursteine) with a value of 1,5 billion € in 2016 (see figure 1).The production of hard coal has been declining for several years and is set to end by the year 2018. Germany is therefore focusing on the development of and the investment in renewable energy. Natural gas contributes about 21% (of which 7% are produced in Germany) to national gas consumption and is an important factor in national energy security. Potash and salt production are significant contributors to German industry in terms of value and represent important export commodities for the international chemical and fertilizer industries (see figure 1).

Deutschland importierte 2016 Rohstoffe im Wert von 91,4 Mrd. € (einschließlich Energierohstoffe, Nichtmetalle und Metalle: Erz, Konzentrate und Legierungen). Gegenüber 2015 bedeutet dies einen Rückgang um 15,5 Mrd. € (14,5%), der auf niedrigere Rohstoffpreise, insbesondere bei Energierohstoffen, zurückzuführen ist. Darüber hinaus importierte Deutschland Wertschöpfungsrohstoffe in Höhe von 45,4 Mrd. EUR, womit sich die Gesamtimporte von metallischen, nichtmetallischen und Energieressourcen im Jahr 2016 auf 136,8 Mrd. EUR beliefen.

Abbildung 2 zeigt die hohe Abhängigkeit von Importen für Metalle und Energie.

Abbildung 3: Deutschlands Handelsbilanz für Rohstoffe im Jahr 2016 (Quelle: BGR)

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Handelsbilanz für Rohstoffe insgesamt negativ ist, insbesondere im Hinblick auf die Energieressourcen. Es ist jedoch anzumerken, dass das Bild bei metallischen Rohstoffen aufgrund der wertschöpfenden Herstellung und Produktion in Deutschland ausgewogener ist. Während Erz, Konzentrat und raffinierte Produkte importiert werden, werden Metallprodukte mit Mehrwert sowie Altmetalle exportiert. Bei Kies, Sand und Gestein überwiegen die deutschen Exporte die Importe und die Handelsbilanz ist positiv (siehe Abbildung 3).

Hauptgüter in Deutschland abgebaut

Hauptvorteile Deutschlands als Bergbaustandort sind die Zuverlässigkeit und Stabilität bestehender Bergbauvorschriften, stabile politische Bedingungen, verlässliche Geschäftsbeziehungen, hervorragende Infrastruktur, Kundennähe, qualifizierte Arbeitskräfte und qualifizierte Ingenieure sowie die Verfügbarkeit zuverlässiger und innovativer Technologien .

Harte KohleDie Produktion hat in Deutschland eine sehr lange Tradition. Steinkohlevorkommen befinden sich überwiegend im Ruhrgebiet, wo Kohle auftaucht. Die kohlehaltigen Schichten steigen sehr schnell ab und erreichen im Bereich der Stadt Münster eine Tiefe von 2.000 m. Unter der Nordsee sind die Kohleflöze bereits 5.000 m tief. Die durchschnittliche Tiefe deutscher Minen beträgt heute 1.250 m, wobei die tiefste Tiefe 1.600 m beträgt. Die Ausbeutung von Steinkohle erfolgt ausschließlich durch Langwandabbau. Typische lange Wandabmessungen sind mehr als 300 m lange Wandbreite, und die einzelnen Paneele erreichen Längen von bis zu 3.000 m. Die Plattenlänge wird häufig durch Belüftungs- und Klimaprobleme begrenzt. Die Nahtdicke variiert zwischen 1 und 3,5 m und bestimmt die zu verwendende Absaugausrüstung. In dünnen Nähten Pflüge werden eingesetzt, während bei dickeren Nähten der Scherladerbetrieb die Regel ist. Insbesondere der Pflugbetrieb ist vollautomatisch.

Der Braunkohlebergbau findet an vier Standorten in Deutschland statt. Das größte ist das rheinische Bergbaugebiet, in dem jedes Jahr knapp 100 Mio. t Braunkohle abgebaut werden. Im Osten Deutschlands befindet sich das Lausitzer Gebiet, in dem jährlich ca. 63,6 Mio. t Braunkohle abgebaut werden. Darüber hinaus befinden sich einige kleinere Betriebe in Mitteldeutschland. Im Lausitzer Braunkohlebergbaugebiet ist die Lagerstätte mit nur 80 bis 100 m viel flacher, was die Anwendung einer völlig anderen Technologie ermöglicht. In der Regel wird ein Schaufelfördererbagger in Kombination mit der sogenannten Abraumförderbrücke eingesetzt, was nur möglich ist, weil der Abstand zwischen Bergbau und Abfüllbank im Bereich von 60 bis 80 m liegt.

Kali wird von der Landwirtschaft als Dünger verwendet. K + S ist der einzige deutsche Produzent, der Kaliprodukte an sieben verschiedenen Standorten abbaut und produziert. Die Produktion ist seit einem Jahrzehnt stabil und liegt bei rund 3 Mio. t pro Jahr. Im internationalen Vergleich liegt der deutsche Hersteller K + S nach den vorherrschenden russischen und kanadischen Herstellern an fünfter Stelle. K + S entwickelt derzeit in Kanada eine Greenfield-Kalilösungsmine namens „Legacy Project“.

Die Zuschlagstoff-, Sand- und Kiesindustrie ist zahlenmäßig der größte Teil des Bergbaus in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Bergbauaktivitäten sind in dieser Branche viele kleine und mittlere Unternehmen tätig. Die Anzahl der Kies- und Sandabbaustandorte beträgt somit mehr als 2.200 Steinbrüche mit einer jährlichen Gesamtproduktion von fast 500 Mio. t. Die Branche hat einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro und beschäftigt rund 27.000 Mitarbeiter. Die Vielfalt der in Deutschland produzierten Mineralien ist enorm und umfasst Hartgestein wie Granit, Basalt, Quarzit, Diabas, Kalkstein und Dolomit, Sandstein, Tuff, Ton, Bentonit, Kaolin, Feldspat, Quarzsand, Gips, Kies und Sand. Die folgende Abbildung 4 gibt einen Überblick über den Baumineralsektor in Deutschland.

Hauptvorteile im deutschen Bergbau sind die Zuverlässigkeit der Bergbauverfahren, die Sicherheit der Mineralversorgung, die qualifizierten Arbeitskräfte und qualifizierten Ingenieure, die hervorragende Infrastruktur, die stabilen politischen Bedingungen, die Nähe zu den Kunden, solide und inspirierende Geschäftsbeziehungen.

Abbildung 5: Internationales Ranking der deutschen Mineralproduktion (Quelle: World Mining Data 2015)

Deutsche Bergbauindustrie im internationalen Vergleich

Nach den österreichischen Weltbergbaudaten steht Deutschland im Braunkohlebergbau weltweit an erster Stelle. Deutschland steht auch bei der Herstellung von Salz- und Düngemittelprodukten an vierter Stelle und ist einer der weltweit führenden Exporteure in diesem Segment. Das internationale Ranking wichtiger deutscher Mineralien ist in Abbildung 5 dargestellt.

Mit insgesamt 15 Milliarden Euro pro Jahr erscheint der Wert der Gesamtproduktion jedoch vergleichsweise niedrig. Dies liegt an der Tatsache, dass der Großteil der Produktion (nach Volumen) aus der kostengünstigen Kies- und Sandproduktion stammt, während die teureren Metallprodukte importiert werden müssen.

Im Jahr 2014 wurden Mineralien mit einem Gesamtwert von 123 Milliarden Euro importiert, was 63% aller vom deutschen verarbeitenden Gewerbe verbrauchten Mineralien entspricht. Infolgedessen weist Deutschland insgesamt eine negative Import-Export-Bilanz für Ressourcen auf. Abbildung 6 zeigt, dass Deutschland im Inland nur begrenzte Ressourcen liefern kann, und zeigt seine starke Abhängigkeit von Importen von Metallerzen und -konzentraten.

Abbildung 7: Die weltweit größten Exporteure von Bergbaumaschinen (Quelle: VDMA)

Deutsche Bergbaumaschinen und Technologie

Deutschland ist nach den Vereinigten Staaten von Amerika und China der drittgrößte Exporteur von Bergbaumaschinen weltweit (siehe Abbildung 7). Durch Innovation und kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung können deutsche Ausrüstungs- und Dienstleister den Bedürfnissen der heutigen Bergleute weltweit gerecht werden, indem sie kunden- und deponenspezifische Ausrüstungen anbieten, die qualitativ hochwertig, sicher, zuverlässig und kostengünstig sind.

Die deutsche Ingenieurkompetenz basiert auf einem historischen Engagement für Innovation und einem herausragenden Engagement für Forschung und Entwicklung. Viele deutsche Bergbauversorgungs- und Maschinenbauunternehmen haben eine Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht und sich immer noch in Familienbesitz befindet. Dies erklärt die lange Tradition der Innovation und das tiefe Verständnis für den zyklischen Charakter der Branche. Ein starker Fokus und eine lange Tradition in Forschung und Entwicklung führten zu hochpräzisen Geräten, die weltweit für ihre Langlebigkeit und Zuverlässigkeit bekannt sind.

Die F & E-Ausgaben machen immer noch 6,3% des Umsatzes der produzierenden Unternehmen aus. Um die künftige Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und die Sicherheit im Bergbau zu verbessern, muss sich die Forschung und Entwicklung auf folgende Schlüsselbereiche konzentrieren:

  • Energieeffizienz verbessern
  • Verbessern Sie das Verständnis der Felsmechanik
  • Entwicklung automatisierter Transportsysteme (OP und UG)
  • Verbesserung der Datenübertragungs- und Steuerungssysteme

Die Niederlassung – Die weltweit größten Exporteure
Export von Bergbaumaschinen in VDMA-Partnerländer in Millionen Euro

Die deutschen Hersteller von Bergbaumaschinen decken alle Bereiche der Bergbautechnologie ab: Tagebau, Untertagebau, Verarbeitung und Förderung – in allen Phasen der Projektentwicklung, von der Exploration über den Bergbau bis hin zur Aufbereitung von Mineralien.

Das Portfolio an Bergbaumaschinen deutscher Unternehmen umfasst: unterirdische Bergbaumaschinen, Zerkleinerungs-, Pulverisierungs- und Siebmaschinen, tragbare Bohrgeräte und -teile, tragbare Zerkleinerungs-, Sieb-, Wasch- und Kombinationsanlagen, Bohrmaschinen und andere Maschinen und dergleichen für alle Arten von Oberflächen Bergbauausrüstung.

Die deutsche Bergbautechnologie ist führend bei niedrigen Gesamtlebenszykluskosten und bietet dem Bergbau große Vorteile. Die deutsche Technologie ist dafür bekannt, die Effizienz zu steigern, die Betriebskosten zu optimieren und die Sicherheit im Untergrund- und Oberflächenbetrieb sowie in der Mühle zu verbessern.

Deutsche Bergbaumaschinen und -technologien werden mit einer Exportquote von über 90% in die ganze Welt exportiert. In den letzten zehn Jahren hat die deutsche Bergbaumaschinenindustrie ihren Umsatz aus dem weltweiten Umsatz auf 3,57 Mrd. € im Jahr 2015 verdreifacht.

Abbildung 8: Export deutscher Bergbaumaschinen 2015 (Quelle: VDMA)

Wichtige Exportmärkte für deutsche Bergbaumaschinen sind das Mittelmeer und der Nahe Osten (17% Marktanteil), Lateinamerika (11% Marktanteil), Saudi-Arabien (8% Marktanteil), China (8% Marktanteil) und die USA (7%) Marktanteil) (siehe Abbildung 8). Lateinamerika ist derzeit der am schnellsten wachsende Markt für deutsche Zulieferer.

Export von Bergbaumaschinen nach Kanada

Aufgrund der aktuellen Marktbedingungen ist der Zufluss von Auftragseingängen aus Kanada immer noch rückläufig. Die Exporte nach Kanada sind jedoch im ersten Quartal 2016 gestiegen, wenn auch von einem niedrigen Basisniveau aus, das sich auf 7,88 Mio. CAD beläuft. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum gingen die Gesamtexporte um 20% auf insgesamt 736,68 Mio. CAD zurück.

Die folgende Grafik zeigt die wichtigsten nach Kanada exportierten Bergbaumaschinentypen im Vergleich zu 2015 und 2016. Es ist darauf hinzuweisen, dass sich die Exporte nach Kanada positiv entwickeln, obwohl die Exporte im Allgemeinen und die Auftragseingänge weiterhin niedrig sind und zu Für 2016 werden für deutsche Bergbaumaschinenhersteller voraussichtlich 15% weniger Gesamtumsatz erzielt.

Die Aussichten sind nur mäßig positiv, was hauptsächlich auf die langsame Erholung einiger Metalle und Metallpreise wie Gold sowie auf den Preisanstieg bei Spezialmetallen wie Lithium und Kobalt aufgrund der gestiegenen Nachfrage der Batteriehersteller zurückzuführen ist. Die mittel- und langfristige Sicht ist jedoch nach Angaben des VDMA positiv.

Abbildung 10: Deutsche Exporte nach Kanada nach Ausrüstungsart

Die deutschen Bergbaumaschinenhersteller sind durch den VDMA vertreten . Der VDMA ist der Deutsche Ingenieurverband, Europas größter Branchenverband mit ausschließlichem Maschinenbau und 40 Unterverbänden für Maschinenbau. Der VDMA vertritt mehr als 3.100 europäische Mitgliedsunternehmen und ca. 1.003.000 Mitarbeiter (in Deutschland). Der VDMA-Unterverband für Bergbaumaschinen hat 135 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 12.400 Mitarbeitern. Der Gesamtproduktionswert dieser Mitgliedsunternehmen betrug 2015 3,57 Mrd. EUR bei einer Exportquote von 94%. Bitte laden Sie das Mining Equipment Supplement „Best of Germany“ herunter , um mehr über deutsche Bergbaumaschinenlieferanten zu erfahren.

In Deutschland findet auch die weltweit größte und wahrscheinlich wichtigste Fachmesse für die Bau- und Bergbauindustrie statt – bauma. Die 1954 gegründete Messe bauma präsentiert eine umfassende internationale Produktpalette im Bereich Baumaschinen, Baumaschinen, Fahrzeuge und Bergbaumaschinen. bauma ist eine Drehscheibe für internationale Geschäfte und ein wichtiger Ort, um Informationen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. 2016 kamen mehr als 580.000 Besucher nach München, um die 3423 Aussteller zu sehen. Weitere Informationen finden Sie auf der bauma-Website .

canada-mine-wpDeutschland